Kältemittel für Klimaanlagen: Fragen & Antworten im Überblick

Kältemittel für Klimaanlagen: Fragen & Antworten im Überblick

Sind Kältemittel giftig oder schädlich für die Umwelt? Muss es in der Klimaanlage regelmäßig getauscht werden? Welches Kältemittel ist das beste? Wir beantworten alle Fragen für Klimaanlage-Besitzer auf einen Blick ins in unserem Artikel für alle Klimaanlagen-Besitzer. 

Das Wichtigste in Kürze 

  • Das Kältemittel in der Klimaanlage sorgt dafür, dass die Luft schnell & effizient gekühlt werden kann, um das Maximum an Kühlleistung zu erreichen
  • Kältemittel in alten Anlagen sind wenig klimafreundlich und haben einen hohen Einfluss auf die Ozonschicht, wenn sie austreten. Heute hat sich das geändert
  • Kältemittel dürfen nicht aus dem Kreislauf austreten – sollte es dennoch dazu kommen, schalten sich moderne Klimaanlagen automatisch ab
  • Heute gibt es sehr klimafreundliche Kältemittel – diese verursachen auch beim Austritt keine gravierenden Schäden – dennoch ist die richtige Wartung essenziell

Was macht ein Kältemittel in der Klimaanlage? 

Hier eine einfache Erklärung, wie das Kältemittel in der Klimaanlage funktioniert & die Luft abkühlt:

Zunächst nimmt das Kältemittel die Wärme aus der Raumluft aus und wird dadurch selbst warm und gasförmig. Bei der anschließenden Verdichtung wird das Mittel noch wärmer und kommt in den Kondensator, welcher diese an die Außenluft abgibt. Im Anschluss verflüssigt sich das Mittel wieder und fließt zurück in den Kreislauf, welcher sich ständig wiederholt. 

Das war eine einfache Erklärung dazu, wie ein Kühlreislauf funktioniert – auf der Kältebringer-Website finden Sie hierzu auch noch anschauliche Tabellen und Grafiken. 

Risiken: Welche Gefahren ergeben sich durch Kühlmittel?

Kältemittel werden besonders hierzulande schwer kritisiert – diese sollen schlimme Auswirkungen auf die Umwelt und auch auf die Gesundheit haben, wenn sie austreten. In diesem Abschnitt schauen wir uns an, welche Gefahren es tatsächlich gibt.

Bei einem Austritt können das die Risiken & Gefahren sein:

  • Umweltauswirkungen von herkömmlichen Kältemitteln wie R-22 sind fluorierte Treibhausgase. Kommen diese in die Atmosphäre, tragen Sie zur Klimaerwärmung bei
  • Gesundheitsauswirkungen bei unsachgemäßer Handhabung oder Austritt sind ein Risiko der Kältemittel. Dazu gehören Hautreizungen oder Augenprobleme
  • Explosions- oder Brandgefahr ist eher selten, jedoch kann dies beim Kontakt zu brennbaren Stoffen durchaus relevant werden
  • Leistungseinbußen bei Leckagen sind eine negative Folge, wenn das Kältemittel austritt. Die Kühlleistung nimmt dann rapide ab

Wichtig: Das Kältemittel befindet sich immer in einem geschlossenen Kreislauf und kommt nie direkt mit der Luft in Kontakt. Die negativen Auswirkungen können nur dann entstehen, wenn ein Leck in der Kältemittelleitung vorhanden ist. In modernen Klimaanlagen werden zudem klimafreundliche Kältemittel eingesetzt, wozu wir später noch mehr erzählen. 

Umweltschutz: Welches Kältemittel ist ideal? 

R-32 ist heute das am weitesten verbreitete und klimafreundlichste Kältemittel. Es gehört zwar nicht zu den natürlichen Kältemitteln, enthält aber auch keine PFAs (Perfluoralkylchemikalien). Gesundheitlich könnten diese Leberschäden oder sogar Krebs verursachen, in alten Kältemitteln kamen sie häufig vor. 

Bei Kältemittel muss immer das Global Warming Potential (GWP) beachtet werden. Dieses gibt an, wie sehr ein Stoff sich auf die globale Erwärmung auswirkt. R-32 hat unter den Kältemitteln das niedrigste Potenzial, das Klima zu erwärmen und wird daher heute standardmäßig eingesetzt. 

Neben diesem Aspekt hat R-32 auch thermodynamische Eigenschaften, welche es besonders effizient und langlebig machen. Bei Klimaanlagen und Wärmepumpen führt das zu einer besseren Leistung, also etwa der schnelleren Kühlung.

Zudem wichtig zu erwähnen ist, dass R-32 absolut geruchs- und farbneutral ist. Das führt dazu, dass auch bei einer dauerhaften Benutzung einer Kältebringer-Klimaanlage nichts zu reichen oder zu sehen ist.

Muss das Kältemittel in Klimaanlagen gewechselt werden? 

Nein, normalerweise muss das Kältemittel nicht in festen Intervallen gewechselt werden. Lediglich bei Leckagen, einer Modernisierung oder durch gesetzliche Anforderungen kann es vorkommen, dass ein Austausch sinnvoll oder sogar nötig ist.

Wichtig: Moderne Split-Klimageräte wie die von Kältebringer schalten sich automatisch ab, sollte es zu einem Leck kommen. Dennoch ist in einem solchen Fall immer ein Fachmann zu kontaktieren, da das Kältemittel nicht auslaufen soll. Zudem ist die Effizienz der Anlage dann nicht mehr gegeben.

Ist Kältemittel für den Menschen giftig?

Normale Kältemittel in Klimaanlagen und Wärmepumpen sind nicht giftig. Dazu gehören etwa R-32 oder R-410A. Diese können bei einer richtigen Handhabung der Klimaanlage keine Schäden verursachen und sorgen auch bei kurzfristigem Austritt nicht für einen Schaden am Menschen.

Anders verhält es sich bei industriellen Kältemitteln, welche nicht in Klimaanlagen verwendet werden. Also etwa Ammoniak (NH3) oder Schwefeldioxid (SO2). Diese können in hohen Konzentrationen und bei einem direkten Kontakt zu Gesundheitsschäden führen.

Fazit zum Kältemitteln in Klimaanlagen 

Moderne Klimaanlagen verfügen über einen effizienten Kühlkreislauf, der einen Austritt des Mittels beinahe unmöglich macht. R-32 ist zudem sehr klimaschonend und auch für die Gesundheit nicht schädlich. Achten Sie also immer darauf, die Anlage in den empfohlenen Abständen zu modernisieren und auch eine Sanierung in Betracht zu ziehen.

Wir hoffen, wir konnten Ihnen in diesem Text einen guten Überblick geben!

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